Bagua Meditation

Bagua (Ba Gua/Pakua) hat zwei Haupttraditionen. Im Westen ist die besser bekannte, die Kampfkunst Tradition, die normalerweise Bagua Chang genannt wird. Weniger bekannt ist die spirituelle oder Klostertradition. Auf dieser Seite beschäftigen wir uns mit der spirituellen Tradition des Bagua, und wie diese für Meditation und als spirituelle Praxis genutzt werden kann.

Die Taoistische Bagua Klostertradition

Im Laufe der Zeit sind verschiedene Teile der Geschichte über die möglichen Ursprünge von Bagua als spirituelle Tradition aufgetaucht. Eine der faszinierendsten betrifft einen Taoistischen Tempel im Süden von China, den Drachentor Tempel in der Jiangxi Provinz. Mönche haben dort den Einfachen Handwechsel seit 1500 Jahren praktiziert. Sie übten Bagua nicht als Kampfkunst, sondern rein als Nei Gong bzw. Übung zur Kultivierung innerer Energie und als spirituelle Praxis.

In diesem Kloster gibt es auch Aufzeichnungen darüber, dass Bagua aus der Shansi Provinz im nördlichen China kam. In Shansi besagen andere Aufzeichnungen, dass Bagua aus den Kunlun Bergen, die nördlich des Himalayas liegen, stammt.

Diese Informationen habe Ich von Bai Hua, der ein Adept meines Lehrers Liu Hung Chieh in der Feuer Tradition war. Bai Hua hatte den Drachentor Tempel besucht um diese Berichte zu verifizieren. Liu sah Aufzeichnungen in der Shansi Provinz, vor der Kommunistischen Revolution, und sagte, dass diese Aufzeichnungen danach, während der Kulturellen Revolution, zerstört wurden.

Die Spirituelle Tradition von Bagua und I Ging

Nach Liu, hatte das Bagua Kreisgehen, das von Mönchen vor ca. 4000 Jahren entwickelt wurde, vier miteinander verwobene Ziele:

  1. Einen gesunden, von Krankheit freien Körper, mit entspannten Nerven und großer Ausdauer zu erzeugen, den die Mönche für ihre tägliche Arbeit und für langandauernde Meditation brauchten.
  2. Stille im Geist zu erlangen.
  3. Inneres Gleichgewicht zu entwickeln und dieses Aufrechtzuerhalten, wenn sich entweder die innere Welt des Mönchs oder die Umstände in der äußeren Welt veränderten.
  4. Das Tao verwirklichen.

In der Klostertradition hatte Bagua eine Haupttechnik: den Einfachen Handwechsel. Er entwickelte sich aus der Praxis des Bagua Kreisgehens.

Verschiedene Bagua Qi Gong Posituren dienen als Vorbereitung für das Ausführen der Hauptübung selbst. Dabei halten Sie Ihre Arme bewegungslos im Raum, egal ob sich Ihre Füße bewegen oder nicht. Während Sie die Positur halten, ist es Ihre Absicht Chi aus dem Bauch und der Wirbelsäule zu den Fingerspitzen zu bringen, und die inneren Ausrichtungen des Oberkörpers zu stabilisieren.

Wenn einmal das Nei Gong bestimmter Bagua Qi Gong Posituren integriert worden ist, hat sich herausgestellt, dass der Einfache Handwechsel ausreichend ist um die Energien in Ihrem Körper zu entwickeln und zu manipulieren, diese mit denen außerhalb Ihres Körpers zu vereinen, und sich schliesslich mit den acht Energien direkt zu verbinden, die durch das I Ging abgebildet sind.

Die 8 Energien des I Ging

Die acht universellen Energien des I Ging sind:

  • Wasser
  • Donner
  • Wind
  • Feuer
  • Erde
  • Berg
  • See
  • Himmel

Die Taoisten glauben, dass das Ganze des Universums im Körper jedes Menschen repräsentiert und vorhanden ist. Das Bewusstsein eines Menschen ist deshalb in der Lage diese acht Energien zu manipulieren, weil sie in seinem Körper existieren. Mit Übung können Sie dies zu dem Punkt bringen, wo Sie auf vertraute Art und Weise mit den Energien des Universums, außerhalb Ihres Körpers, in Resonanz treten. Auf dieses Ziel hin haben Taoisten Meditationsmethoden entwickelt.

Das I Ging als praktischen Leitfaden nehmend, sind Bagua und Tai Chi zwei Methoden, die von Taoisten entwickelt wurden, um die acht universellen Energien innerhalb und außerhalb des Körpers zu erforschen, und ins Gleichgewicht zu bringen. Sie fangen beim Körper an, mit Chi Übungen wie Qi Gong, Bagua oder Tai Chi, um Ihre Blockaden aufzulösen, und den Körper in den ersten vier Energiekörpern (physischer Körper, etherischer Körper, Mentalkörper und Emotionalkörper) stabil zu machen. Dann machen Sie weiter mit anspruchsvolleren Bewegungen und Meditationsmethoden, um die Energien der restlichen vier Körper zu reinigen und auszugleichen.

Während Sie die Energien in sich selbst ins Gleichgewicht bringen folgen Mitgefühl und Natürlichkeit. Durch das Entwickeln der Fähigkeit zu erleben, wie man gleichzeitig sich in den eigenen Körper vertiefen und dennoch direkt das erfahren kann, was außerhalb des Körper ist, gewinnen Sie ein Verständnis der universellen Energien und wie diese arbeiten.

Eine der Kernmethoden, die Taoisten erfunden haben um diese Praktiken zu verwirklichen, ist der Einfache Bagua Handwechsel.

Noch wichtiger ist, dass jene, die noch tiefer in das I Ging eindringen wollen, schließlich das entdecken werden, was sich nicht ändert und konstant bleibt im ganzen Universum. Während die acht Energien sich endlos kombinieren und rekombinieren – durch alchemistische Transformationen und Transmutationen gehen – ändert sich das Tao nie.

5 Energetische Praxis Elemente für die Meditation

Es gibt fünf besonders wichtige Elemente in der Praxis von Bagua (Pakua) und Tai Chi (Taiji), als Kunst für die Entwicklung von Chi für Gesundheit oder Meditation. Da alle fünf in der Summe auf eine synergistische Weise zum Einsatz kommen, bewirken sie, dass alle Flüssigkeiten des Körpers gleichmäßig und kraftvoll fließen, wozu natürlich auch das Blut und auch die Zwischengewebsflüssigkeiten gehören.

1. Spiralenergie

Ihr Ziel ist es eine spiralige oder drehende Energie zu entwickeln, die alle Teile Ihres Körpers einbezieht, eingeschlossen die Bauchhöhle, innere Organe, Knochenmark, Sehnen, Bänder, Muskeln und die tiefsten Lagen der Faszien. Manchmal sind externe Drehbewegungen offensichtlich. Andere finden so tief im Körper statt, dass jemand ohne ein sorgfältig geschultes Auge diese minimalen Hinweise nicht erkennen kann.

2. Die Sechs Kombinationen des Körpers

Physisch bezieht sich der Fokus auf die Sechs Kombinationen des Körpers (chin. Liu He), auf die drei externen Paare an Kombinationen: Ellbogen mit Knie, Hand mit Fuß, und Schulter mit Hüfte. Jede koordiniert sich mit den anderen durch den zentralen Kern im Körpers.

Die drei inneren Kombinationen – Intention, Energie und Bewusstsein – müssen sowohl miteinander koordiniert werden, als auch mit den drei externen Kombinationen des physischen Körpers. Das Ziel ist, dass der ganze physische Körper, das Chi und das Bewusstsein, sich wie eine vollständig integrierte Zelle bewegen, ohne unverbundene Teile.

3. Die Körpersysteme mit der Wirbelsäule verbinden

Sie möchten, dass all Ihre Bewegungen, alle Körpersysteme die mit der Wirbelsäule verbunden sind mit einbeziehen. Dieser Prozess maximiert die Stärke und Flexibilität der Wirbelsäule, hilft bei der Heilung von Verletzungen in diesem Bereich, und entwickelt die Sensitivität, Stärke und Ausdauer des Zentralnervensystems. Bagua und Tai Chi bewegen die Wirbel der Wirbelsäule kontinuierlich, und pumpen kraftvoll Rückenmarksflüssigkeit durch das System.

4. Öffnen und Schliessen

Ihr Ziel ist es das Öffnen und Schliessen (Pulsieren) in den Gelenken und Höhlen des Körpers, eingeschlossen die Expansion und Kompression der Gelenkflüssigkeit zwischen den Gelenken, zu entwickeln. Dieses Öffnen und Schliessen hilft bei der Befreiung der Energieflüsse des Körpers.

5. Energiekanäle des Körpers

Ein wesentliches Ziel ist das Öffnen der Hauptenergiekanäle des Körpers, und davon gibt es einige (ca. 4000 – 5000). Die wichtigsten drei sind der zentrale, der linke und der rechte Kanal.

Andere wichtige Energiekanäle sind die Yin und Yang Akupunktur Meridiane des Körpers. Die Yin Meridiane verlaufen auf der Innenseite der Arme und Beine und entlang der Vorderseite des Körpers. Die Yang Meridiane verlaufen auf der Außenseite der Arme und Beine und entlang des Rückens.

Dann gibt es noch die Akupunktur Meridiane die den Körper in der Art verbindender Gürtel umkreisen (chin. Jing Luo). Andere wichtige Meridiane sind jene, welche die Acht besonderen oder eigenartigen Meridiane genannt werden. Alle diese Kanäle werden geöffnet und verbunden durch die Bewegungspraxis von Bagua und Tai Chi.

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Frank Iborra