Fortgeschrittene Meditationspraktiken

Wenn Sie Fortschritte machen, und Ihre Meditationspraxis fortsetzen, werden sich Ihre ersten vier Energiekörper (physische, etherische, mentale, emotionale) anfangen zu stabilisieren.

Das entwickeln und arbeiten mit diesen ersten vier Energiekörpern liefert eine solide Grundlage, um tiefer zu gehen, und Meditation auf anspruchsvollere Ebenen zu bringen, so dass Sie ein freies, bewusstes spirituelles Wesen werden können.

In Klöstern und tief in den Bergen des westlichen Chinas, haben Taoisten eine vollständige und exakte Wissenschaft der Meditation entwickelt. Für diejenigen die bereit waren, entwickelten sie Methoden wie das Innere Auflösen, sexuelle Meditation und Innere Alchemie.

Auf dieser Seiten wollen wir einen kurzen Überblick über einige dieser fortgeschrittenen Meditationspraktiken geben.....

Die 10000 Agenden

In den Jahrzehnten, in denen ich Meditation gelehrt habe, habe ich festgestellt, dass die meisten Menschen Themen bzw. Agenden haben, die sie direkt behandeln wollen. Vielleicht ist es, dass eine Person eine schreckliche Kindheit hatte, kürzlich geschieden wurde, oder dass sie den Tod eines geliebten Menschen erlebt haben.

Die Frage kommt auf „Wie kann ich Mediation verwenden, um mit dieser Agenda umzugehen?“. Das System der Taoistischen Meditation hat ein Konzept, das die 10000 Agenden genannt wird, und ist ein gangbarer Weg, um Meditation für einen bestimmten Zweck anzugehen.

Eine Agenda ist alles was Sie angehen möchten, weil Sie erkennen, genug ist genug, und sie es loswerden wollen. Der Inhalt einer Agenda kann alles sein, was Sie wollen das es ist. Eine Anwendung des Auflösungsprozesses ist es, das loszulassen was auch immer gehen muss.

Sie machen was auch immer in Ihrem Leben hochkommt – egal was es sein könnte oder wie es sich manifestiert – zu einer Agenda, so dass Sie diese auflösen können. An dieser Technik ist die Art und Weise wie Sie Energie bewegen beteiligt. Sie beginnt damit, Ihre Absicht zu aktivieren.

Eine Agenda formulieren – Vorbereitung für die Meditation

Wenn Sie wollen, dass Ihr Geist in Richtung einer bestimmten Agenda magnetisiert wird, müssen Sie darüber nachdenken, bevor Sie mit dem Auflösen anfangen. Wenn Sie das über den Tag machen, oder eine Stunde bevor Sie mit dem Üben anfangen, ist das normalerweise ausreichend. Oder, Sie können sich für die nächsten Minuten auf die Emotion die mit Ihrer Agenda assoziiert ist, konzentrieren, während Sie nach unten hin abtasten. Sie können auch an eine bestimmte Situation denken an der Sie festhalten. Vielleicht denken Sie daran, wie Sie jemand angelogen hat, oder wie Sie in einer Situation verloren haben, in der Sie erwartet haben zu gewinnen.

Wählen Sie etwas aus und fokussieren Sie darauf. Nun können Sie damit anfangen Ihre Agenda auf eine von zwei Arten loszulassen.

  1. Sie machen einfach weiter damit an eine Emotion im Allgemeinen zu denken.
  2. Sie denken an ein ganz spezielles Thema, das Sie im Verhältnis zu dieser Emotion haben. 

Auf beide Arten formulieren Sie einen Agenda. Welche Sie wählen spielt keine Rolle, weil, wenn Ihr Geist sich auf eine bestimmte Emotion fokussiert, dann wird Ihre Energie anfangen sich dahin zu bewegen wo diese in Ihrem Innern ist. Wenn Sie wirklich frei in Ihrem Inneren werden, werden Sie dieses ziehen nicht mehr spüren.

Das volle Spektrum an Gefühlen zu erleben ist normal und gesund. Wenn aber Ihre Fähigkeit Agenden aufzulösen wächst, werden Sie nicht mehr diese Spitzen erleben, wo die Wut ausbricht, in Tränen erbrechen oder vor Freude herumspringen ohne ersichtlichen Grund. Sie werden einfach nur von einer Emotion in die nächste fließen, und Ihre emotionale Reaktion wird mehr den positiven oder negativen wirklichen Erfahrungen entsprechen.

Agenden und Ihre inneren Organe

Wenn Sie beginnen über eine bestimmte Emotion nachzudenken, reiben oder drücken Sie gegen das entsprechenden Organ, was Ihnen helfen wird sich bewusst zu werden, dass Gefühle auch eine körperliche Erfahrung sein können.

  • Angst ist mit den Nieren verbunden
  • Zorn ist mit der Leber verbunden
  • Kummer ist mit den Lungen verbunden
  • Besorgnis ist mit dem Herzen verbunden.

Setzen Sie sich hin und denken Sie über Ihre Agenda 5-10 Minuten nach, bevor Sie mit dem meditieren anfangen. Nach 10 Minuten lassen Sie Ihren Geist vollständig entspannen. Lassen Sie alles aus Ihrem Geist los, und sitzen Sie einfach nur da und warten. Irgendwann werden Sie eine sehr leichte Empfindung von den Emotionen bekommen, die mit Ihrer Agenda verbunden sind, oder wenigstens ein Gefühl des Aufgewühltseins im Innern. 

Fangen Sie nun am Scheitelpunkt Ihres Kopfes an, und lösen sie nach unten, bis zum Boden Ihres Bauches auf. Während Sie fortschreiten mit dem abwärts gerichteten Auflösen von Ihrem Kopf aus, spüren Sie immer nach der Energie, die hinter allem steckt, was Ihnen ins Bewusstsein kommt. Gedanken werden in Ihr Bewusstsein kommen, und Sie werden anfangen mit sich selbst zu sprechen.

Es ist ganz wichtig, dass Sie nicht versuchen diese Gedanken zu bearbeiten. Bleiben Sie bei der Energie die dahinter steckt.

Plötzlich finden Sie sich selbst, wie sie in einen ganz anderen Raum Ihrer inneren Welt gehen, wo Sie noch niemals vorher gewesen sind. Lassen Sie die wie auch immer gearteten Gedanken und Konversationen, die Sie in Ihrem Kopf haben – der Affengeist der von Baum zu Baum springt – heraus, aber bleiben Sie sich der Energie dahinter bewusst.

Machen Sie weiter mit dem Auflösen und bleiben Sie fokussiert auf die Energie hinter dem was Sie fühlen.

Einige Agenden zum Nachdenken:

  1. Gier
  2. Furcht
  3. Wut
  4. Depression
  5. Verlust eines geliebten Menschen
  6. Vergebung
  7. Angst
  8. Schmerz – körperlich, emotional oder mental

Die 10000 Agenden sind ein ganzes Wissensgebäude. Sie können mehr Informationen darüber finden, in unserem 6-teiligen CD Set Tao of Letting Go, welches verschiedene Emotionen durchgeht, oder in dem Buch Tao of Letting Go.

Der Taoistische inneren Auflösungsprozess

Alle Meditationspraktiken der Taoistischen Wasser-Methode beinhalten das Auflösen und Freisetzen der gebundenen Energieblockaden in Ihren ersten sechs Energiekörpern, solange bis Sie innerlich frei sind.

Sowohl der innere als auch der äußere Auflösungsprozess beginnen, wenn Sie willentlich Ihre bewusste Wahrnehmung auf irgendeine bestimmte, kondensierte Energieform oder ein Muster in Ihrem Inneren richten. Sie zerstreuen dann diese Form, bis Sie Ihr Bewusstsein, Körper oder Geist nicht mehr in irgendeiner Form behindern.

Die Wendung, die seit tausenden von Jahren dafür verwendet wird, um den äußeren Auflösungsprozess zu beschreiben lautet „Eis zu Wasser, Wasser zu Gas“. „Eis“ bezieht sich hier auf die blockierte, erstarrte Energie, „Wasser“ bezieht sich auf das akzeptieren und entspannen der internen Blockade, solange bis sie keine Spannung mehr erzeugt, während „Gas“ sich auf das vollständige Loslassen der ursprünglich gebundenen Energie bezieht, die sich von Ihrem Körper weg bewegt. Wenn nicht vollständig losgelassen, kann die Energie in den Eis Zustand zurückkehren.

Der innere Auflösungsprozess

Im Gegensatz zum vorherigen, lautet die Wendung für den inneren Auflösungsprozess „Eis zu Wasser, Wasser zu Raum“, wobei „Raum“ hier den riesigen inneren Raum bezeichnet, der in jedem Körper existiert, jener Raum der so unendlich ist wie das Universum.

In der Eis-zu-Wasser Phase, beim äußeren Auflösen (wird auch im Qi Gong, Bagua und Tai Chi verwendet), wird die solide, komplett gebundene und kondensierte Energieform (Eis) losgelassen, bis sie die Oberfläche Ihrer Haut erreicht (Wasser).

Beim inneren Auflösungsprozess wird die gebunden Energie auch losgelassen, an dem Punkt der Blockade, bis sie entspannt, weich und amorph ist (Wasser). Wasser hat jedoch die inhärente Möglichkeit wieder zu Eis zu kondensieren.

Blockierte Energie loslassen

Ihr „flüssige“ Energie kann sich nun in zwei verschieden Richtungen bewegen:

  1. Beim äußeren Auflösungsprozess, der auch beim stehenden Qi Gong verwendet wird, lassen Sie das blockierte Chi von Ihrer Hautoberfläche los in Richtung außerhalb Ihres physischen Körpers, und dann bis zur Grenze Ihres chi/etherischen Körpers (Wasser zu Gas), oder sogar noch darüber hinaus. Die vorher kondensierte Energie ist nun neutral, frei und formlos.
  2. Wenn Sie in die „Wasser-zu-Raum“ Phase des inneren Auflösungsprozesses eintreten, dann lassen Sie den ganzen blockierten Inhalt Ihre Empfindung durch die Implosion der Energie in den inneren Raum los, den die vorher kondensierte, blockierte Energie eingenommen hat, womit sie die blockierte Energie in Bewusstsein ohne Inhalt umwandeln (eine Stufe der Leere).

In den frühen Phasen der Meditation im Sitzen ist es wichtig, dass während Sie eine Blockade auflösen, Sie die Energie tiefer einwärts in Ihren inneren Raum loslassen (das ist Bewusstsein). Die taoistische Position ist, dass es genauso viel Raum in Ihrem Inneren gibt, wie es Raum im ganzen Universum gibt. 

Im Laufe der Zeit werden bei der Taoistischen Meditation die inneren und äußeren Auflösungspraktiken kombiniert, so dass Sie, wenn Sie nach innen auflösen – entweder nacheinander oder gleichzeitig – auch auswärts auflösen, in Richtung Kosmos. Schließlich wird Ihnen dieser Prozess ermöglichen, Ihr Bewusstsein in der Mitte zu stabilisieren, der Heimat des Bewusstseins, wo Innen und Außen, und das was keines von beiden ist, existieren.

Das Verhältnis zwischen Bewusstsein und Blockade

Wie kommt Ihr Bewusstsein beim inneren Auflösungsprozess mit der Spannung oder Blockade in Ihrem Körper in Berührung und löst diese auf, ungeachtet dessen, wie dicht oder subtil diese Blockade ist?

Mit anderen Worten, wie können Sie absichtlich eine Verbindung zu den Blockaden in Ihrem Körper herstellen, diese wahrnehmen und spüren, und das nur mit Ihrem Bewusstsein? Menschen mit einem normalen Nervensystem empfinden Schmerz, wenn man ihnen einen kräftigen Schlag auf einen empfindlichen Körperteil versetzt. Einige Zeit später werden sie die „Blockaden“ in ihrem Körper als pochenden Schmerz spüren.

Ebenso kann jemand erotisch stimuliert werden an einer empfindlichen Stelle und Vergnügen dabei empfinden. In stark emotionalen Situationen, wenn Sie sich beispielsweise verlieben, den Tod eines nahestehenden Menschen erleben oder frustriert sind über Situationen außerhalb Ihrer Kontrolle, können Sie Ihre Emotionen, ob sie nun positiv oder negativ sind, bewusst fühlen.

Mit ein wenig konzentrierter „geistiger Anstrengung“ können Sie Ihre körperlichen Schmerzen, Freuden oder Emotionen verstärken, vermindern oder besänftigen. Das heißt, Sie können tatsächlich mit Ihrem Bewusstsein spüren, was in Ihrem Inneren vorgeht.

Bei von außen ausgelösten Situationen, wie den gerade eben beschriebenen, konzentriert sich Ihr Bewusstsein, anstatt zerstreut zu sein, und Ihre gesamte Aufmerksamkeit wird von dem vorhandenen „Objekt“ angezogen, ob es sich nun um Schmerz, Vergnügen oder eine andere Emotion handelt. Die Gesamtheit Ihrer bewussten Wahrnehmung, der „subjektive Beobachter“, wird vollständig auf dieses Objekt gelenkt.

Dies verlangt, dass das Bewusstsein fokussiert wird und nicht zerstreut oder abgelenkt ist.

Betrachten Sie zum Beispiel ein Baby, das einige Treppenstufen heruntergefallen ist und wirklichen Schmerz empfindet, weil es sich körperlich verletzt hat, und normalerweise nun 10 bis 15 Minuten lang schreien würde. Sein Bewusstsein ist voll und ganz auf den Schmerz fokussiert. Alle Eltern wissen aber, dass wenn sie das Baby ablenken können, mit etwas das es stärker in Anspruch nimmt als der Schmerz, seine Aufmerksamkeit auf ein neues „Objekt“ gelenkt werden kann, wie beispielsweise das Lieblingsessen oder ein bevorzugtes Spielzeug.

Bei der Auflösung einer Blockade beeinflusst Ihre Erkenntnis oder Interpretation dessen was Sie beobachten, zusammen mit Ihren Gefühlen, Sie selbst als den „Beobachter“. Wenn Sie immer tiefer und tiefer in die Blockade hinein gehen, zu ihrem Ursprung, bewegt sich Ihr Bewusstsein immer weiter weg von dem anfänglichen oberflächlichen Berührungspunkt mit der Blockade.

Sexuelle Meditation

Seit Anbruch der Zeit hat es stets ein Kontinuum von Glaubensanschauungen und zulässigen Regeln der sexuellen Betätigung gegeben. An dem einen Ende des Kontinuums wird Sexualität als eine schmutzige Angelegenheit gesehen, die an das Böse grenzt, und auf die man sich so wenig wie möglich einlassen sollte – und dann nur gemäß der Gebote der vorherrschenden Religion. An dem anderen Ende des Kontinuums wird auf beiderseitigem Einverständnis beruhender Sex zwischen Mann und Frau, als eine gesunde und normale menschliche Aktivität betrachtet, ein Zelebrieren der Lebenskraft.

Sex hat das Potential, entweder etwas Wunderschönes oder ein Desaster zu sein, was von der geistigen Gesundheit, inneren Ausgeglichenheit und Offenheit der Beteiligten abhängt. Im Westen werden dem normalen, auf beiderseitigem Einverständnis beruhenden Sex, oft alle möglichen Bedeutungen zugeschrieben, aber für die Taoisten ist es nur eine weitere Chi- oder Meditationsübung – und wird nicht in irgendeinem philosophischen Sinne als irgendwie unzüchtig oder unspirituell betrachtet.

Die Praxis der Taoistischen Meditation ist grundsätzlich dieselbe, ungeachtet der Ausführung; das heißt, Sie können im Stehen, im Sitzen, in der Bewegung, im Liegen oder während sexueller Aktivität meditieren. Es können dieselben inneren und äußeren Techniken des Auflösens verwendet werden, und es gibt auch viele Partner Übungen.

Warum mit Sex meditieren?

Während sexueller Aktivität werden die meisten Menschen lebendiger; die Energie des Körpers fliesst reichlich, der Geist und die Gefühle schweben dahin. Für viele Menschen ist es einfacher die Energien und physischen Gewebe des Körpers während des Liebesspiels zu spüren und zu beeinflussen, als zu jedem anderen Zeitpunkt. Sex kann die Zeugungskraft freisetzen, was auch die menschliche Kreativität und das Bewusstsein freisetzt.

Ein gewisser Prozentsatz der Bevölkerung wird es jedoch immer angenehmer finden, Zugang zum Chi im Inneren durch meditative Mittel, ohne Partner, anstatt in der Dualität der sexuellen Meditation zu bekommen.

Durch leidenschaftlichen Sex beginnen Ihre angeborenen physischen und psychischen Fähigkeiten ganz von selbst zugänglich zu werden. Daher verbessert der Sexualakt für viele Menschen auf natürliche Weise ihre bewusste Wahrnehmung von Chi-Empfindungen, für die sie vorher taub waren. Wenn Sie Ihr Bewusstsein offen halten, während Sie Liebe machen, können Sie anfangen die verschiedenen Arten von physischen und energetischen Blockaden in Ihrem Organismus zu spüren. Dann können Sie lernen, Ihre eigene innere, durch den Liebesakt erzeugte Energie, zu einem verletzten oder erkrankten Teil Ihres Körpers zu lenken, um dort aufzulösen und zu heilen.

Die Kraft der Zwei in Vereinigung

Auf dieselbe Weise können Sie auch die sexuelle Energie Ihres Partners in Ihre Blockaden „einschleifen“, um bei deren Auflösung zu helfen. Umgekehrt kann Ihr Partner seine Energie zur Hilfe in Richtung Ihres speziellen Problems lenken. Sie können dann gegenseitig jede blockierte Energie auflösen die gerade in Ihren beiden Körper existiert.

Zum Kern der sexuellen Meditation gehört es, die taoistische meditative Auflösungspraxis auf den Liebesakt anzuwenden. Sobald Sie Ihr Bewusstsein mit dem Ihres Sexualpartners verbunden haben, kann Ihr Geist in den Geiststrom des anderen hineingehen, mit der Absicht beliebige Blockaden in dem verflochtenen Energiesystem aufzulösen, zu dem Sie beide geworden sind.

Die reibungsloseste Methode auf Erden, um einen direkten Kontakt zum Bewusstsein eines anderen herzustellen, geschieht durch den Liebesakt. Die Taoisten glauben, dass es viel mehr Geschick, psychische Kraft und Feinheit erfordert, um einen solchen Kontakt zu einem anderen Menschen zu bekommen, wenn man getrennt ist, als durch meditativen Sex. Der Grund dafür ist, dass unter Beteiligung der Sexualität die Energie gesteigert wird und alles „gerade da“ ist.

Innere Alchemie

Im alten China gab es zwei Formen der Alchemie: äußere Alchemie und innere Alchemie. Wenn wir an äußere Alchemie denken, die auch im mittelalterlichen Europa und im Mittleren Osten praktiziert wurde, neigen wir dazu, Bilder eines Zauberers heraufzubeschwören, der einen schwarzen Umhang und einen spitzen Hut trägt, sich in einem weltabgeschiedenen Laboratorium mit Glaskolben, Bechergläsern und Bunsenbrennern abmüht und versucht, Blei in Gold zu verwandeln.

Wenn innere Alchemie erwähnt wird, wissen die meisten Menschen nicht, welches Bild heraufzubeschwören ist. Einige holen vielleicht das Bild eines Yogis hervor, der mit überkreuzten Beinen in einer Höhle sitzt, den Rücken gerade und die Augen geschlossen, an der „Erleuchtung“ arbeitend, oder sie könnten sich mystische Schaubilder mit geheimen Symbolen für Energiezentren, Chakras und verschlungenen Linien zur Darstellung von Energiekanälen vorstellen.

Heute üben die Menschen innere Alchemie Praktiken nicht nur in Höhlen und Klöstern, sondern auch in ihren Häusern und Wohnungen, entweder auf dem Boden sitzend oder auf Stühlen, und verwenden dieselben Begriffe wie die inneren Alchemisten in früheren Zeiten: umwandeln, verändern, umformen, stabilisieren und fortführen.

Externe Alchemie

Äußere Alchemisten strebten danach, materielle Substanzen, vor allem Kräuter, Mineralien und Metalle, herzustellen, zu destillieren und auf magische Weise umzuwandeln. Ihre kostspieligen Laborversuche zielten auf zwei große Fähigkeiten ab: Blei in Gold zu verwandeln und eine materielle Substanz mit dem Namen „Stein der Weisen“ zu erschaffen, die, wenn sie eingenommen wurde, angeblich jede Krankheit heilte, den Alterungsprozess umkehrte, und physische Unsterblichkeit verlieh – sozusagen die ultimative Pille. Die äußeren Alchemisten waren Teil einer größeren mystischen Tradition. Daher ist es falsch verstanden, sie sich einfach als Vorläufer der modernen Chemiker vorzustellen.

Im Altertum wurden innere wie äußere Alchemisten für weise Menschen mit hochentwickelten Seelen gehalten.

Interne Alchemie

Innere Alchemie benutzt als Labor den eigenen Körper, den Geist und das Bewusstsein des Menschen. Folglich wurde für die inneren Alchemisten das Äquivalent für die Umwandlung von Blei zu Gold, die Umwandlung ihrer eigenen Torheit zu Weisheit, von Gier zu Großzügigkeit, von Zorn zu Mitgefühl, vom Urteilen zu Gleichmut, und von Angst zu Akzeptanz. Sie suchten nicht so sehr nach physischer Unsterblichkeit als nach vollkommener Freiheit für das Bewusstsein oder die Seele. Obwohl der Begriff innere Alchemie in unterschiedlichen taoistischen Traditionen unterschiedliche Bedeutungen haben kann, ist das gemeinsame Bindeglied eine Reihe von Transformationen.

In der taoistischen inneren Alchemie entwickelten sich die alchemistischen Grundsätze dahin weiter, mittels einer Reihe von Transformationen im Tao zu leben:
Körper zu Chi zu Geist zu Leere zu Tao.

Es gibt viele Wege, diese Transformationen zu vollbringen. Die meisten lassen sich nicht schriftlich erklären, da sie von einem lebenden Adepten gelehrt werden müssen. Eine zentrale Technik ist jedoch die Auflösungspraxis, mit speziellen Methodenlehren für jeden der acht Energiekörper.

Free Updates & Reports

Access 3 free reports: Secrets of Tai Chii, 30 Days to Better Breathing and Dragon & Tiger Qigongi.

Empfehlungen

A must read for those who are new to qigong, those who are already practitioners, and anyone interested in complementary medicine or self-help.

Angela Hicks